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Sortenvielfalt
Verschiedene Sorten unterscheiden sich in Blütezeit, Reife, Geschmack und Widerstandsfähigkeit. Diese Unterschiede machen unseren Anbau vielfältiger und für Verbraucher interessanter.
Vielfalt auf engem Raum
Rund 80 Sorten aus neun Obstarten wachsen bei uns zusammen mit Hecken, Wiesenstreifen, Gras, Wasserstellen und kleinen Strukturen aus Holz und Stein. Wir beobachten, wie Tiere und Pflanzen diese unterschiedlichen Bereiche im Jahreslauf nutzen.
80
Sorten aus neun Obstarten
Äpfel, Birnen, Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und weitere Obstarten wachsen bei uns nebeneinander. Innerhalb vieler Obstarten bauen wir mehrere Sorten mit eigenen Eigenschaften an.
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Verschiedene Sorten unterscheiden sich in Blütezeit, Reife, Geschmack und Widerstandsfähigkeit. Diese Unterschiede machen unseren Anbau vielfältiger und für Verbraucher interessanter.
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Wenn Kulturen zeitversetzt blühen und reifen, verändert sich das Nahrungsangebot im Jahreslauf. Auch unsere Ernte verteilt sich dadurch über viele Wochen und Monate.
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Blüten, Wiesenstreifen, Hecken und die Strukturen der Obstanlagen bilden Lebensräume. Konkrete Maßnahmen beschreiben wir nur dort, wo wir sie auf unserem Hof tatsächlich umgesetzt und geprüft haben.
Genau hinsehen
Biodiversität zeigt sich für uns nicht nur in großen Maßnahmen. Sie wird auch in den Fahrspuren zwischen den Baumreihen, an einem Steinhaufen oder am Wasserspeicherbecken sichtbar. Solche Beobachtungen fließen in die tägliche Pflege unserer Anlagen ein.
Fahrspuren im Frühjahr
In feuchten Frühjahren lassen wir das Gras in den Fahrspuren bewusst etwas höher wachsen. Frösche und Kröten finden dort ein feuchtes, geschütztes Umfeld. Auch kleine räuberische Blumenwanzen der Gattung Anthocoris halten sich in dieser Vegetation auf.
Später beobachten wir diese Nützlinge auch in den Baumkronen. Dort ernähren sie sich unter anderem von Blattläusen, Blattflöhen und anderen kleinen Insekten. Das höhere Gras ist damit Teil einer bewussten Pflegeentscheidung in unseren Anlagen.
Flachgründige Hangflächen
Einige unserer Flächen liegen am Hang. Dort ist die Bodenschicht stellenweise flach, und der Sandstein liegt dicht unter der Oberfläche. Steine, die bei der Bodenbearbeitung zum Vorschein kommen, sammeln wir an ausgewählten Stellen zu Steinhaufen.
Diese warmen, strukturreichen Plätze werden von Eidechsen genutzt. An sonnigen Tagen können wir beobachten, wie sie sich dort aufwärmen. So wird das Material, das der Standort mitbringt, zu einem kleinen Lebensraum innerhalb unserer Anbauflächen.
Wasser und Bewässerung
Unser Wasserspeicherbecken gehört zur Bewässerung der Obstanlagen. Gleichzeitig wird dieser Bereich von Tieren genutzt. Besonders an feuchten Abenden sind die Frösche weithin zu hören.
Das Froschkonzert ist für uns eine eindrückliche Beobachtung auf dem Hof: Eine technische Einrichtung für den Obstbau wird zugleich Teil eines Lebensraums, den wir in unserer täglichen Arbeit wahrnehmen und respektieren.
Beobachtung zwischen den Obstreihen
Auch ein Mauswiesel konnten wir in unseren Anlagen fotografieren. Solche Begegnungen sind meist kurz und nicht planbar. Gerade deshalb machen sie sichtbar, dass die Obstanlagen nicht nur Produktionsflächen sind, sondern von unterschiedlichen Tieren als Teil ihres Lebensraums genutzt werden.
Wir verstehen diese Beobachtung nicht als pauschalen Beleg für eine bestimmte Umweltwirkung. Sie dokumentiert einen seltenen Moment auf unserem Hof, den wir aufmerksam wahrgenommen haben.
Beobachten und weiterlernen
Sie berührt Sortenwahl, Boden, Wasser, Pflege, Blüte und Ernte. Nicht jede Beobachtung führt sofort zu einer neuen Maßnahme. Aber sie hilft uns, die Zusammenhänge in unseren Anlagen besser zu verstehen und Entscheidungen bewusst zu treffen.
Deshalb möchten wir die Lebensräume und ihre Bewohner weiter dokumentieren. Neue Bilder und Beobachtungen können diese Seite im Jahreslauf ergänzen.
Mehr über unsere ArbeitsweiseVielfalt probieren